Steuerfachangestellte? Steuerfachangestellte!

Interviews

Ausbildung als Steuerfachangestelle (m/w) 2018
Wir suchen noch Azubis am Standort Schweinfurt, Ihr könnt Euch per E-Mail unter karriere@kley.eu bewerben!

Was wir bieten:

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  • Regelmäßige interne und externe Fortbildungen

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Interviewer: Wie bist du eigentlich auf den Beruf Steuerfachangestellte gekommen?

Yvonne: Vor ein paar Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich später beruflich mal im Büro sitzen würde. Nach diversen Praktika, merkte ich jedoch, dass mir das Arbeiten in einem Büro Spaß macht. Da mir das Praktikum beim Steuerberater am meisten Spaß gemacht hat und ich die Tätigkeit interessant fand, entschloss ich mich, eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten zu absolvieren.

Interviewer: War es die richtige Entscheidung?

Yvonne: Ja absolut. Ich finde den Beruf hoch spannend und abwechslungsreich.

Interviewer: Glaubst du, der Beruf ist für jeden etwas?

Yvonne: Ich denke nicht. Das wichtigste ist, dass einen die Thematik des Steuerrechts interessiert. Zudem muss man sich bewusst sein, dass man den ganzen Tag fast ausschließlich vor dem Computer sitzt. Nur aus Gründen der Vernunft, da dieser Beruf „anständig“ und gut vorzeigbar ist oder des Geldes wegen sollte man sich nicht für diesen Beruf entscheiden.

Interviewer: Ist es wirklich so, dass man in der Ausbildung hauptsächlich Kaffee kochen und kopieren bzw. scannen muss?

Yvonne: Haha 😉 – Nein, ich musste nie für andere scannen bzw. kopieren. Das Kaffeekochen für Mandanten zur Besprechung ist normal. Aber das ist ja kein großer Aufwand und geht schnell.

Interviewer: Was machst du hauptsächlich auf der Arbeit – Was sind deine Tätigkeitsbereiche?

Yvonne: Man kümmert sich um die Eingangs- und Ausgangspost, um die Telefonzentrale, sowie um Mandantenempfang. Weitere Tätigkeiten sind die Erstellung von Finanzbuchhaltungen für Mandanten, Erstellung von Jahresabschlüssen sowie Steuererklärungen und Schriftverkehr mit dem Finanzamt und einiges mehr.

Interviewer: Könntest du jede Tätigkeit kurz beschreiben?

Yvonne: Na klar. Die Erstellung von Finanzbuchführungen für Mandanten bedeutet, dass der Mandant Belege und Kontoauszüge eines Monats vorbeibringt. Daraus resultierend muss man Buchungen im Computer eingegeben, um diverse Auswertungen zu erhalten. Anschließend wird eine sogenannte Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt übermittelt.

Die fortschreitende Digitalisierung merkt man auch bei der Erstellung der Finanzbuchführung. Der Mandant muss beispielsweise, sofern er zustimmt, keine Kontoauszüge mehr einreichen, da wir uns diese digital von der Bank in unser Programm holen können. Auch die Belege müssen nicht mehr zwingend eingereicht werden, da der Mandant die Möglichkeit hat, diese in einem Programm hochzuladen. Die Software erkennt dann z. B. das Rechnungsdatum und den Rechnungsbetrag und füllt die Buchungszeile schon teilweise automatisch aus. Ziemlich cool oder?

Die Erstellung von Steuererklärungen und Jahresabschlüssen bedeutet, vereinfacht gesagt, folgendes:
Der Abschlussersteller nimmt die Abschlussbuchungen (Anpassung Inventar, Bildung von Rückstellungen usw.) vor und klärt komplexe Sachverhalte. Anschließend werden die Zahlen aus dem Buchführungsprogramm in die Steuerprogramme übertragen und die Steuererklärungen erstellt. Sofern wir für einen Mandanten ausschließlich eine Einkommensteuererklärung erstellen sollen, geben wir die vom Mandanten eingereichten Belege in das Steuerprogramm ein und ermitteln die daraus festzusetzende Einkommensteuer.

Interviewer: Welche fünf Eigenschaften sollte ein potenzieller Auszubildender mitbringen?

Yvonne: Problemlösungsorientiert, zuverlässig, präzise, organisiert und man sollte mit ein bisschen Stress und Zeitdruck umgehen können

Interviewer: Wieso sind diese Eigenschaften wichtig?

Yvonne: Die Mandanten kommen mit steuerlichen Problemen zu uns, die wir lösen bzw. den Sachverhalt so gestalten müssen, dass den Mandanten keine steuerlichen Nachteile treffen. Dies setzt problemorientiertes Denken unbedingt voraus. Es fühlt sich im Übrigen ziemlich gut an, wenn man etwas Positives für den Mandanten erreicht hat.

Präzise und zuverlässig, da unsere Arbeit und Tätigkeit genau, richtig und zuverlässig erfolgen muss. Die Mandanten zahlen für unsere Leistung Geld und können daher zu Recht erwarten, dass die von uns erstellten „Werke“ korrekt sind. Fehler können natürlich passieren, sollten es aber nicht!

Unser Beruf ist geprägt von Terminen und Fristen. Der bekannteste Termin ist vermutlich der 10. eines jeden Monats, da spätestens zu diesem Tag die Umsatzsteuer-Voranmeldungen an das Finanzamt übermittelt werden müssen.

Auch in der Ausbildung betreut man mehrere Mandanten. Um den Überblick zu behalten und um die verschiedenen Tätigkeiten mandantenbezogen auszuführen, ist Eigenorgansisation das A & O.

Interviewer: Welche Weiterbildungsmöglichkeiten hat man?

Yvonne: Man kann beispielsweise eine Weiterbildung zur Steuerfachwirtin, Bilanzbuchhalterin oder sogar zum Steuerberater absolvieren. Voraussetzung dafür ist jeweils, dass man bestimmte Jahre an Berufserfahrung hat sowie das Bestehen von unterschiedlichen Prüfungen.

Interviewer: Hat man in der Berufsschule Blockunterricht oder wöchentlich an festgelegten Tagen Unterricht?

Yvonne: Meine Berufsschule war die Ludwig-Erhard-Berufsschule in Schweinfurt. In welche Berufsschule man dann letztendlich geht, ist vom Sitz des Ausbildungsbetriebes abhängig.

Der Berufsschulunterricht findet nicht in Blöcken, sondern wöchentlich an feststehenden Tagen statt.

Im ersten Lehrjahr hat man wöchentlich zwei Tage Berufsschule. Im zweiten und dritten Lehrjahr besucht man die Berufsschule nur noch einmal wöchentlich.

Interviewer: Welche Fächer hat man während der Ausbildung und schreibt man Prüfungen?

Yvonne: (lacht) Natürlich schreibt man Prüfungen. Man schreibt je Ausbildungsjahr in den verschiedenen Fächern Stehgreifaufgaben und Schulaufgaben. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer schriftlichen Prüfung und einer mündlichen Prüfung, in denen der „Stoff“ der letzten drei Jahre abgefragt wird.

Die Fächer der Ausbildung sind: Steuerlehre, Rechnungswesen, allgemeine Wirtschaftslehre, Sozialkunde, Deutsch, Religion, Englisch, Wirtschaftsrechnen.

Interviewer: Das hört sich ziemlich BWL-/BWR-lästig an. Wird vorausgesetzt, dass man in der „normalen“ Schule bereits BWL-/BWR hatte?

Yvonne: Nein, BWL bzw. BWR wird nicht vorausgesetzt. Ich z. B. war in der Realschule im sogenannten sozialen Zweig und kannte mich mit Rechnungswesen überhaupt nicht aus. Bei mir war es damals so, dass die ersten paar Wochen im Fach Rechnungswesen die Basics vermittelt wurden. Es wurde zur Freude der Buchführungsneulinge bei Null angefangen.

Interviewer: Vielen Dank für die Antworten und falls ihr noch Fragen zur Ausbildung habt, hinterlasst einfach einen Kommentar oder schreibt uns.

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